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Meine Vision für den Plänterwald

14 Jul
Spreewaldpark Horror Hotel Eierhäuschen

Horror Hotel für den Spreewaldpark, hier zu plakativ

Berlin sollte den Touristen endlich mal was bieten!

Es heißt, dass vor vielen Jahren vier Menschen, die im Spreepark in die Achterbahn gestiegen sind, bei Fahrtende verschwunden waren. Sie sind nie wieder aufgetaucht. Auch einige Seeleute seien zu früherer Zeit nach dem Anlegen an dieser Stelle nie in Ihre Heimat zurück gekehrt.

Einige Leute behaupten, dass Sie nach wie vor im Park ihr Unwesen treiben Insbesondere gäbe es merkwürdige Vorfälle im „Eierhäuschen“, welches lange leer stand, da niemand diesen verfluchten Ort besuchen wollte. Man hat das Eierhäuschen nun notdürftig zu einem Hotel umfunktioniert, jedoch ohne den Keller je betreten zu haben, um weiteren Verfall zu vermeiden und Touristen wie mich anzulocken.

Schon während der Anreise wird mir mulmig. Ich fühle mich in eine frühere Zeit zurück versetzt, als ich mit einer Pferdekutsche von der Bahnstation Treptower Park abgeholt werde und durch den Wald zur Herberge gefahren werde. Auch eine urige alte Eisenbahn begegnet mir. Es wird schon dunkel und der Kutscher spricht kein Wort, was mich etwas verunsichert.

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Nur mit Mühen sieht man das alte fast zerfallene Gebäude. Die Tür knarrt, eine alte Dame steht am Empfang und reicht mir freundlich meinen Schlüssel. Ihr Blick geht ins leere, ich fühle mich fremd. Eine Treppe führt hinauf in den ersten Stock, wo mein Zimmer ist. Die Einrichtung ist altmodisch, aber stilvoll. Ich lege ab und gehe nach unten ins Restaurant. Nebenan ist ein Kaminzimmer, in dem viele Menschen einem Geigenspieler lauschen und Wein trinken. Die Atmosphäre ist mystisch.

Überall brennen Kerzen, dennoch ist es sehr dunkel. Ich hoffe, dass trotz marodem Erscheinungsbild nicht an den Brandschutzmaßnahmen gespart wurde, hat dieser Ort doch schon zwei schlimme Brände erlitten. Nach einem sehr gelungenen Essen bin ich müde und gehe aufs Zimmer.

Ich komme an einer Tür vorbei, aus der ein Hotelangestellter mit einem langen blutigen Messer kommt! Als er mich bemerkt steckt er es hastig ein schließt die Tür eilig. Ja, es ist schon gruselig hier…

Auf dem Zimmer gibt es keinen Fernseher, nur alte Bücher. Ich greife mir eines und lasse mich in eine finstere Geschichte einspannen. Mein Fenster hat sich nun plötzlich automatisch geöffnet, der lange Vorhang weht und ein kalter Luftzug erreicht mich. Ich versuche zu schlafen, höre leise Menschenstimmen von unten und nun ein Klavier statt Geige.

Ein Kratzen im Kleiderschrank weckt mich, ich kann das Geräusch nicht einordnen und kalter Schweiß läuft mir die Stirn hinunter. Ich musste vor Ankunft unterschreiben, dass ich bester Gesundheit bin und der Aufenthalt auf eigene Gefahr erfolgt. Ich traue mich nicht, mich zu bewegen, bin wie erstarrt. Das Licht funktioniert plötzlich nicht mehr. Ich kneife die Augen zu und versuche, an belanglose Dinge zu denken. Nichts geschieht mehr, nach einer Ewigkeit schlafe ich ein.

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