Sicherheit und Ordnung in Berliner Grünanlagen nach NPD Wertekanon

27 Apr

Wer hätte gedacht, dass in Berlins Grünanlagen schon kurz nach der Umsetzung der NPD Leitsatz-Umsetzung die Sicherheit um 8 Punkte erhöht wurde?

Gestern, am 26.04.2014 führen delegierte der NPD zu einer Kundgebung nach Berlin Kreuzberg. Wegen Gleisbauarbeiten musste die Begehung des multikulturellen Problembezirks vom S- und U-Bahnhof Jannowitzbrücke aus starten. Einige autonome Krawall-Macher stellten sich der NPD Fraktion in den Weg. Zunächst sah es nicht so aus, als könne man sich einigen. Die NPD könne erst mit 40-minütiger Verspätung ihren Marsch vorsetzen. Ziel der Begehung waren soziale Brennpunkte: die Gerhart-Hauptmann-Schule, der Oranienplatz (der nun mit Rollrasen ausgestattet wurde), der Görlitzer Park (s. Abbildung) und das Kottbusser Tor.

Im Verlauf der Begehung näherten sich führende Kräfte der NPD und Delegierte der autonomen Gegendemonstranten und Vertreter der Politik einander an. Im Gespräch bei einem Glas Bier wurde sich später darauf verständigt. dass die Gefahr der Verslumung des Stadtteils zu groß sei.

Ein Pilotprojekt im Görlitzer Park, welches bereits heute mit Hans-Christian Ströbele als Schirmherrn gestartet ist, sieht vor, dass das Einhalten von Recht und Ordnung von Grünflächennutzern besser überwacht werden solle. Auch eine starke multikulturelle Begrenzung ist vorgesehen. So ist der Einlass bis zum September 2014 nur deutschen Staatsangehörigen gewährt. Es stehen an den Ein- und Ausgängen nun regelmäßig Sicherheitskräfte der Polizei, um einen reibungslosen Parkbetrieb zu gewährleisten. Bei weiterem inflationären Erfolg soll das Konzept Berlinweit umgesetzt werden.

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Das NPD Motto „Kreuzberg muß befreit werden – sicher, sauber, ordentlich! Weg mit Multikulti – Kriminalität – Verslumung!“ wurde bereits im Görlitzer Park umgesetzt. 

Berliner Frühling?

11 Feb

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Mit dem Mobiltelefon am Ohr kramt Felix Herzog (links), der Initiator des bevorstehenden Volksbegehrens zu den Neuwahlen des Berliner Abgeordnetenhauses in einem Rucksack. Er kramt diverse Ladekabel heraus. Nach einiger Zeit merkt er, dass es nicht sein Rucksack ist. Felix hat viel um die Ohren dieser Tage. Im Minutentakt klingelt sein Telefon. Die Presse will Interviews. Er findet in seinem eigenen Rucksack die passenden Ladekabel. Es müssen noch zwei Pressemeldungen in der nächsten Stunde raus. 

Zusammen mit Martin Wittau (rechts) und vielen anderen Berlinern engagiert sich Felix für die Stadt. Er ist parteilos. Seit er 14 Jahr alt ist, möchte er Bundeskanzler werden, sagt schmunzelnd, weil das manchmal einfacher zu verstehen ist als die Verpflichtung zu sozialer Verantwortung. Der studierte Statistiker hat sich schon mit der Initiative 100% Tempelhofer Feld einen Namen gemacht und war seit dem mit vielen Menschen im Gespräch. Das Geklüngel der Politik macht ihn wütend. Er möchte mehr Transparenz und Bürgerbeteiligung. 

Die gleichgültige Haltung und Handlung seitens des amtierenden Bürgermeisters Klaus Wowereit möchte die Initiative nicht weiter hinnehmen. Der Flughafen hatte das Fass für die Berliner fast zum Überlaufen gebracht. Der letzte Tropfen ist nun, dass Wowereit schweigend zur Kenntnis nahm, dass sein Kultur-Staatssekretär André Schmitz es mit seinen Steuerverpflichtungen nicht so genau nahm. 

Einige Berliner zucken mit den Schultern, andere fühlen sich verpflichtet, neue Volksvertreter zu wählen. In Berlin ist es nicht möglich, den Bürgermeister direkt zu wählen. Andernorts ist dies Standart. Die Volksinitiative, die Wowereit zum Rücktritt zwingen möchte, will von dem Tool des Volksentscheides Gebrauch machen. Der Umweg über die Neuwahl des Berliner Parlaments ist die einzige Möglichkeit. 

 

 

 

 

Der Wundschorf ist alle

2 Nov

Jahr um Jahr kehrt die amerikanische Kultur mehr ein in das deutsche Wohnzimmer. Insbesondere in Berlin wird ausgiebig Halloween zelebriert. Die Schlangen vor den einschlägigen Kunstblut Händlern sind auf Berghain-Niveau. Ich habe es wirklich gesehen… Die Drogeriemärkte sind seit Tagen leer gekauft, nächstes Jahr ziehe ich mit einem Bollerwagen voller Wundschorf durch Neukölln und habe danach ausgesorgt.

Nachdem ich letztes Jahr als Zombiebraut (die Scheidung läuft) einen Longboardschönheitswettbewerb gewonnen hatte, konnte ich dieses Jahr mit dem Kostüm nichts reißen. Zu heiß sahen sie aus, die Zombies. Vor der wilden Diskonacht wollte ich zumindest vorbereitet sein und mit meinen Tanzkünsten glänzen. Eine extra einberufene Tanzstunde brachte nur mäßigen Erfolg. Video folgt.

In jedem Fall war die „house of haunted hearts“ Fete ganz nach meinem Geschmack. Nicht ganz mein Geschmack waren die Eier, die in dieser Nacht von sauren Kinder-Zombies durch das geöffnete Wohnungsfenster geworfen wurden. War ja keiner da, der hätte Süßigkeiten austeilen können. Irgendwie auch konsequent von denen, muss ich zugeben.

Am ersten November gab es direkt die „Nachgeburt des Teufels“ vom „Therapie und Partyzentrum Bründel“ einer regelmäßig zur Disko umfunktionierten Privatwohnung. Die Patienten mischen gerne mal den Kaisers bei der Warschauer Straße auf, oder machen halt Zombiewalks und so. Hier einige Erinnerungsfotos.

Patienten Therapie und Partyzentrum

Zombie Walk

böse Zombies

lustige Zombies

Drei Herren

grusel Bild

Zombie Paar

Zombie Hochzeitspaar

Mädchen als Zombies

Mädchen Zombie

Komet Club

Mann als Zombie

Therapie und Partyzentrum Bründel

zerstreuter Zombie

Zombies vor Schattenwand

erstaunte Zombies

märchenhafte Gestalten

beißende Zombies mit Blut

Tempelhofer Freiheit?

20 Okt

Berlin hat in letzter Zeit nie mit guten Meldungen in Verbindung mit Flughäfen punkten können. Neben dem Millionengrab Berlin-Brandenburg macht der Politik auch die weitere Nutzung des stillgelegten Flughafens Tempelhof zu schaffen: der aufmüpfige Bürger beschwert sich einerseits, dass es keinen Wohnraum mehr gibt, andererseits möchte er auch nicht, dass das Tempelhofer Feld, die „Tempelhofer Freiheit“ zugebaut wird.
Die Bebauungspläne liegen vor, es würden vor allem die Randstücke betroffen sein. Das Tempelhofer Feld wird derzeit von einigen „Pionierprojekten“ bespielt.

Der alte Flughafen Tempelhof wird in jedem Reiseführer genannt. Staunend stehen jeden Tag Einheimische wie Touristen auf dem Rollfeld und blicken in die Ferne. Drachen steigen empor, Menschen bewegen sich mit allerlei sportlichen Fortbewegungsmitteln. Auf dem Tempelhofer Feld haben alle Platz. Die Initiative „100% Tempelhofer Feld“ möchte, dass es so bleibt und hat ein Volksbegehren gestartet (bisher über 30.000 Unterschriften , es werden 173.000 benötigt, damit es zur nicht bindenden Abstimmung kommt).

Der Lieblingsplatz vieler Tempelhofer Freiheit Besucher ist die Arche Metropolits am westlichen Rand. Dies ist ein 13.000 Quadratmeter großes Gelände. Die Arche Metropolis ist das erste Pionierprojekt, welches zum 31.12.2013 einen Feldverweis in Form einer Kündigung erhalten hat. Bei dem Projekt geht es um Nachhaltigkeit in Theorie und Praxis. Ein großes Ziel ist, eine Arche zu bauen und damit Europa zu befahren.

Viele Bürger kämpfen dafür, die Arche Metropolis zu erhalten. Das Projekt wird mit viel Herzblut von den Visionären Tarik Mustafa und Martin Wittau voran getrieben. Viele Anwohner engagieren sich vor Ort, pflanzen z. B. Weizengras an (), organisieren Musikveranstaltungen oder Kreativ-Workshops. Die Arche Metropolis ist ein Abenteuerspielplatz für Groß und Klein. Hier einige Bilder von dem Treiben auf der Arche am 20. Oktober 2013. Zu den Plänen von Stadtentwicklungs-Senator Michael Müller und den Argumenten der Kritiker, schaffe ich es hoffentlich, in der kommenden Woche noch einiges zu schreiben.

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Meine Vision für den Plänterwald

14 Jul
Spreewaldpark Horror Hotel Eierhäuschen

Horror Hotel für den Spreewaldpark, hier zu plakativ

Berlin sollte den Touristen endlich mal was bieten!

Es heißt, dass vor vielen Jahren vier Menschen, die im Spreepark in die Achterbahn gestiegen sind, bei Fahrtende verschwunden waren. Sie sind nie wieder aufgetaucht. Auch einige Seeleute seien zu früherer Zeit nach dem Anlegen an dieser Stelle nie in Ihre Heimat zurück gekehrt.

Einige Leute behaupten, dass Sie nach wie vor im Park ihr Unwesen treiben Insbesondere gäbe es merkwürdige Vorfälle im „Eierhäuschen“, welches lange leer stand, da niemand diesen verfluchten Ort besuchen wollte. Man hat das Eierhäuschen nun notdürftig zu einem Hotel umfunktioniert, jedoch ohne den Keller je betreten zu haben, um weiteren Verfall zu vermeiden und Touristen wie mich anzulocken.

Schon während der Anreise wird mir mulmig. Ich fühle mich in eine frühere Zeit zurück versetzt, als ich mit einer Pferdekutsche von der Bahnstation Treptower Park abgeholt werde und durch den Wald zur Herberge gefahren werde. Auch eine urige alte Eisenbahn begegnet mir. Es wird schon dunkel und der Kutscher spricht kein Wort, was mich etwas verunsichert.

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Nur mit Mühen sieht man das alte fast zerfallene Gebäude. Die Tür knarrt, eine alte Dame steht am Empfang und reicht mir freundlich meinen Schlüssel. Ihr Blick geht ins leere, ich fühle mich fremd. Eine Treppe führt hinauf in den ersten Stock, wo mein Zimmer ist. Die Einrichtung ist altmodisch, aber stilvoll. Ich lege ab und gehe nach unten ins Restaurant. Nebenan ist ein Kaminzimmer, in dem viele Menschen einem Geigenspieler lauschen und Wein trinken. Die Atmosphäre ist mystisch.

Überall brennen Kerzen, dennoch ist es sehr dunkel. Ich hoffe, dass trotz marodem Erscheinungsbild nicht an den Brandschutzmaßnahmen gespart wurde, hat dieser Ort doch schon zwei schlimme Brände erlitten. Nach einem sehr gelungenen Essen bin ich müde und gehe aufs Zimmer.

Ich komme an einer Tür vorbei, aus der ein Hotelangestellter mit einem langen blutigen Messer kommt! Als er mich bemerkt steckt er es hastig ein schließt die Tür eilig. Ja, es ist schon gruselig hier…

Auf dem Zimmer gibt es keinen Fernseher, nur alte Bücher. Ich greife mir eines und lasse mich in eine finstere Geschichte einspannen. Mein Fenster hat sich nun plötzlich automatisch geöffnet, der lange Vorhang weht und ein kalter Luftzug erreicht mich. Ich versuche zu schlafen, höre leise Menschenstimmen von unten und nun ein Klavier statt Geige.

Ein Kratzen im Kleiderschrank weckt mich, ich kann das Geräusch nicht einordnen und kalter Schweiß läuft mir die Stirn hinunter. Ich musste vor Ankunft unterschreiben, dass ich bester Gesundheit bin und der Aufenthalt auf eigene Gefahr erfolgt. Ich traue mich nicht, mich zu bewegen, bin wie erstarrt. Das Licht funktioniert plötzlich nicht mehr. Ich kneife die Augen zu und versuche, an belanglose Dinge zu denken. Nichts geschieht mehr, nach einer Ewigkeit schlafe ich ein.

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Oh, ein altes Blog aus 2010!

28 Mai

Was ist in der Zwischenzeit geschehen?

Ich habe einige graue Haare und Falten bekommen, unser Innenminister heißt Friedrich und der Flughafen ist immer noch nicht fertig.

Berliner Kunstsalon im Schlachthof

6 Okt

Der Schlachthof in der Landsbecker Alle „Ecke Storkower Straße“ war nicht ganz einfach zu finden. Angekommen, war ich fasziniert von der Kunst, aber besonders die Gäste waren wie zu erwarten sehenswert. Vom Herren im schwarzen Lackanzug mit Atemmaske bis Burgfräulein war wieder alles vertreten.

Anstrengend für die Augen wird es langsam mit diesen Streber-Brillen. Nach zehn Jahren war ich erst kürzlich beim Augenarzt, um mich davon zu überzeugen, diesen Trend nicht mitmachen zu müssen (dort muss man übrigens nun keine Fragen über Formen und Zahlen mehr beantworten, es wird nun automatisch gemessen!). Da Lob ich mir das Bastelwerk der Bar 25 Abschieds-Abschiedsparty (bin Dienstag Abend nach Hause gegangen, ist sie nun vorbei?): eine (überteuerte) Papp-Brille! http://frame.misterspex.de/2010/09/12/bar-25-grand-closing-pappbrille/ Hat doch sehr viel mehr Stil als das neue Standartmodell. Ach ja: nächsten Sommer wird dieses runde Sonnenbrillenmodell wieder en vouge sein: http://www.horrorklinik.de/catalog/product_info.php?products_id=11556

Zurück zu gestern: Später ging es dann noch mit ein paar internationalen Paradiesvögeln auf eine Party ohne andere Menschen außer Personal. Das Gebäude war Berlin-Bilderbuch: heruntergekommen mit diversen Künstleratelies. Auf der Tanzfläche versuchten ein Bub und ein Mädel an der Stange. Leider gab der Speicher meiner Handykamera nichts mehr her, es war mehr als sehenswert. Der Ballettunterricht in der Kindheit scheint Früchte zu tragen: elegante Kreise und Spagat an der Decke!